Grillen auf dem Balkon: Was ist erlaubt und was nicht?

Grillen auf dem Balkon: Was ist erlaubt und was nicht?
15/05

Je wärmer die Tage, desto häufiger frönen die Deutschen einer allseits beliebten Beschäftigung, dem Grillen. Natürlich möchten auch Bewohner eines Mietshauses nicht auf diesen besonderen Genuss verzichten und so werden die wenigen Sonnentage intensiv ausgenutzt, um Fleisch, Wurst und Fisch auf dem Rost zu grillen.

Wer allerdings auf dem Balkon zum Holzkohlegrill greift, macht sich selten bei den Mitbewohnern und anderen Mietparteien beliebt, wenn Qualm und Rauch in die Nachbarwohnungen ziehen.

Was ist erlaubt und was nicht? Wie häufig darf gegrillt werden?

In Deutschland gibt es kein einheitliches Urteil darüber, in welcher Intensität und Häufigkeit auf dem Balkon eines Mietshauses gegrillt werden darf. So besagt ein Urteil des Landgerichts Bonn, dass im Zeitraum von April bis September einmal im Monat auf dem Balkon gegrillt werden darf, sofern die Nachbarn zwei Tage vorher informiert worden sind.

Allerdings erlaubt ein Urteil des Landgerichts Essen den Vermietern sogar, im Mietvertrag eine Klausel einzufügen, die sowohl Holzkohlegrill als auch den Elektrogrill verbietet. Eine Nichteinhaltung kann im schlimmsten Fall sogar zur fristlosen Kündigung führen. Es lohnt sich also für Sie, einen genauen Blick in die Hausordnung und den bestehenden Mietvertrag zu werfen.

Grundsätzlich gilt: Grillen ist erlaubt, sofern sich niemand durch starke Rauch- und Qualm-Entwicklung gestört und belästigt fühlt. Nutzen Sie Alufolie und Grillschalen, wenn es unbedingt der Holzkohlegrill sein muss. Ansonsten stellt der Elektro-Grill eine hervorragende Alternative dar. Meistens wird aber selbst der mürrische Nachbar von nebenan lammfromm, wenn Sie ihn einfach einladen.

Wenn Sie sich selbst von grillenden Nachbarn belästigt fühlen, dürfen Sie natürlich auch dagegen vorgehen. Bitte beachten Sie, dass unsere Gerichte mit so vielen banalen Dingen überlastet sind, dass oft ein klärendes Gespräch reicht, um ein Einlenken zu erzielen.

Achten Sie zu guter letzt auch darauf, dass jede Grillparty seine Regeln hat, die eingehalten werden müssen. Ab 22 Uhr ist offizielle Nachtruhe, die lautstarkes Feiern auf dem Balkon verbietet. Senken Sie den Lautstärkepegel dann auf ein Minimum oder verlagern Sie Ihre Party in die Wohnung.

In einem Mehrfamilienhaus ist man niemals alleine und es gehört zum guten Ton, sich seinen Nachbarn ein wenig rücksichtsvoll gegenüber zu verhalten. So haben alle Parteien etwas davon und Sie können die Grillsaison in entspannter Atmosphäre genießen.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Gelingen.

Ihre

CAPERA Immobilien Service GmbH